Freitag - Teil 2: Heiße Nacht für Krieger und Helfer
Kaum war der Regen verzogen und das Abendessen der Küche an die Helferinnen und Helfer ausgegeben, entwickelten sich unterhalb
der "Großen Stadt" rund um das "Graue Lager" und die Sanitätsstation der Malteser heftige Kämpfe zwischen allerlei
Rollenspielparteien. Mehrere hundert Krieger waren zum Teil in abenteuerliche Zweikämpfe verwickelt. Der rutschige Wiesenboden
und die schnell eintretende Dunkelheit erschwerten die Bedingungen zusehends. Aber die aus ganz Deutschland und dem benachbarten
Ausland angereisten Highlander, Ritter, Orks , Samurai, Templer und allerlei anderes Volk in phantasievollen Kostümen und
Rüstungen wollten wohl in den trockenen Abend- und Nachtstunden nachholen, was ihnen wegen des Regens am Donnerstag versagt
blieb. So war zwischen 19 und 22 Uhr auch für die Sanitäter und Notarzt Holger Benscheid allerhöchste Bereitschaft rund um
das Kampfgeschehen, das hin und her wogte und auch bei völliger Dunkelheit munter fortgesetzt wurde. Immer wieder wurden
Erstversorgungstrupps zu Leichtverletzten gerufen. Stellenweise war das Sanitätszelt mit angeschlagenen Kriegern voll belegt.
Zu einer umfangreichen technischen Rettungsaktion kam es gegen 21.30 Uhr, als ein Verteidiger des "Grauen Lagers" von einem
Pfeil am Hals getroffen wurde. Nach erster notärztlicher Versorgung auf der Burgmauer mussten 12 Helfer mit anpacken, den
Verletzten sicher von der Mauer bis zum bereit gestellten Rettungswagen zu bringen, der den Patienten dann zur weiteren
Behandlung und Beobachtung in das Medical Center fahren konnte. Diese komplizierte Hilfeleistung sah für die vielen Augenzeugen
nicht nur spektakulär aus, sondern verlief auch absolut professionell und zur vollsten Zufriedenheit von Notarzt Benscheid.
Nach diesem Zwischenfall, dem einzigen schweren an diesem Tag und in dieser Nacht, unterbrach die Leitung des Drachenfestes
die Kampfhandlungen, so dass gegen 24.00 Uhr nach Abschlussbesprechung und Manöverkritik die Nachtschicht das Ruder in der
Einsatzleitung übernehmen konnte.
Zur Bildergalerie